Waschmaschine und Trockner in Bad oder Küche integrieren
Die Entscheidung, Waschmaschine und Trockner im Badezimmer oder in der Küche zu integrieren, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab. Beide Räume haben spezifische Vor- und Nachteile. Im Bad sind die Wasseranschlüsse oft schon vorhanden, doch die Luftfeuchtigkeit ist dort ohnehin hoch. In der Küche wiederum stören laute Geräte beim Kochen und die Fettdämpfe setzen der Technik zu. Wer plant, sollte zuerst den Platzbedarf prüfen: Eine Waschmaschine braucht mindestens 60 cm Breite, ein Trockner entweder ebenfalls 60 cm oder als Kondensationstrockner auch weniger. Entscheidend sind außerdem die Anschlüsse für Kalt- und Warmwasser, ein Abfluss mit Geruchverschluss und ein eigener Stromkreis mit FI-Schutzschalter.
Die Belüftung ist der kritischste Punkt. Ein Trockner entzieht der Luft Feuchtigkeit und gibt sie an die Umgebung ab, sofern es kein Ablufttrockner mit Schlauch nach draußen ist. In einem innenliegenden Bad ohne Fenster sammelt sich die Feuchtigkeit an Wänden und in Ecken, was Schimmel fördert. Eine leistungsfähige Abluftanlage oder ein Fenster zum Stoßlüften sind Pflicht. Auch die Waschmaschine produziert Restfeuchte beim Öffnen der Tür. Wer beides in einem kleinen Raum unterbringt, sollte auf einen Luftentfeuchter oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung setzen. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie die Feuchtigkeit dauerhaft in den Griff bekommen, finden Sie bei mickbrehmen.de praktische Lösungen für eine Waschküche ohne Schimmel und Lärm.
Neben der Feuchtigkeit spielt der Schallschutz eine große Rolle. Waschmaschinen und Trockner vibrieren und übertragen Körperschall auf Böden und Wände. Eine Unterlage aus Gummimatten oder ein Betonsockel dämpfen die Vibrationen. In der Küche grenzen die Geräte oft an Wohnräume, weshalb eine Schalldämmung der umgebenden Schränke sinnvoll ist. Im Bad wiederum können die Geräte unter einem Waschtisch oder in einer Nische stehen, was den Schall zusätzlich mindert. Prüfen Sie vor dem Kauf die Dezibel-Angaben der Geräte – Modelle mit weniger als 70 dB im Schleudergang sind für Wohnungen geeignet.
Die Integration in Küche oder Bad erfordert also eine gründliche Planung der Anschlüsse, der Belüftung und des Schallschutzes. Wer diese drei Bereiche von Anfang an berücksichtigt, spart später teure Nachbesserungen. Ein Fachbetrieb für Sanitär und Elektrik sollte die Installation abnehmen, besonders wenn Wasser- und Stromleitungen verlegt werden. Bei Mietwohnungen ist zudem die Zustimmung des Vermieters einzuholen, falls bauliche Veränderungen nötig sind. Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich Waschmaschine und Trockner sicher und effizient in die Wohnung integrieren.